05.05.2009, 11.00 Uhr • LeserbriefDruckenTrackback RSS-Feed

Erster Spatenstich für neue Umweltstation

Zwei Millionen Euro soll der Neubau der Station Natur und Umwelt am Hahnerberg kosten. Eine Menge Geld, für die der Förderverein der Bildungseinrichtung lange unterwegs war. Nach drei Jahren Sammeln konnte nun aber der Startschuss für das Projekt gegeben werden.

Menschenkette auf dem Umriss der neuen Umweltstation (Foto: Katharina Malik)

Menschenkette auf dem Umriss der neuen Umweltstation (Foto: Katharina Malik)

Hahnerberg. (red) Angefangen hat alles im Jahre 1995: Elf Jahre nach der Gründung der Station Natur und Umwelt reifte beim damaligen Leiter der Bildungseinrichtung, Wolfgang Roeseler, sowie dem Vorsitzenden des Fördervereins der Wunsch nach dem Umzug in einen Neubau. Der Stelzenbau auf dem Schulhof der Grundschule Cronenberger Straße war nämlich nicht nur zu klein geworden für die zahlreichen Angebote der Umweltstation, sondern auch äußerst wenig umweltgerecht.

Bis es aber endlich so weit sein sollte, mussten noch zahlreiche Jahre ins Land gehen. In Studierendenwettbewerben mit dem Fachbereich Architektur der Bergischen Universität Wuppertal sowie einer Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Marketing der Universität Düsseldorf wurde von den Architekten Anja Schacht und Matthias Kaufmann ein Siegerentwurf für den Neubau auf der Wiese an der Jägerhofstraße erstellt.

Im Jahre 2006 stellte E/D/E dann mit einer Großspende über eine Million Euro die Kernfinanzierung des Projekts sicher. Zahlreiche kleinere und größere Spenden von Einzelpersonen, Institutionen und Firmen folgten. Nachdem der Baubeginn im Jahre 2008 durch die noch nicht gedeckte Finanzierung verschoben werden musste, fehlten Anfang des Jahres 2009 immer noch rund 400.000 Euro für den Neubau. Allerdings konnte zu diesem Zeitpunkt bereits Fördervereinsvorsitzender Peter L. Engelmann den Startschuss für das Projekt im Frühjahr 2009 fest versprechen.

(Foto: Marcus Müller)

(Foto: Marcus Müller)

Und dieser Termin wurde auch strikt eingehalten. Gemeinsam mit Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung sowie zahlreichen Freunden und Förderern der Umweltstation wurde am 29. April 2009 der erste Spatenstich auf der Wiese oberhalb des Stationsgartens an der Jägerhofstraße für den als “Sinnergiehaus” konzipierten Neubaus vorgenommen. “Das ist ein Markstein in der Entwicklung der Umweltstation”, freute sich OB Jung in seinem Grußwort, “wir schaffen nur die Mauern, die Seele wird sich dann selbst entwickeln.” Die Stadt hatte nämlich dank durch das Konjunkturpaket II der Bundesregierung freigewordenen Mitteln die Finanzierung der neuen Station Natur und Umwelt letztlich gesichert und wird somit insgesamt 35 Prozent der kompletten Bausumme übernehmen.

Während in den ersten Mai-Wochen 2009 die Bagger anrollen werden, soll das “Sinnergiehaus” mit einem ökologischen und ökonomischen Optimum von Bau- und Betriebskosten sowie Energieverbrauch wahrscheinlich innerhalb eines Jahres fertiggestellt werden. Dann geht es “aus dem alten Schulanbau raus in ein neues Gebäude”, freut sich auch Oberbürgermeister Peter Jung, der im Rahmen des ersten Spatenstichs an der Jägerhofstraße auch die Klasse 6b der Hauptschule Cronenberg für den insgesamt 100.000 Schulbesuch in der Umweltstation mit Präsenten bedachte.

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