19.09.2009, 15.43 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
Steinbruch in ein Feuerzeug-Meer verwandelt
Für Gänsehaut-Feeling sorgte die englisch-schwedische Rockband Razorlight bei ihrem T-Mobile-Streetgig im Steinbruch Oetelshofen. Rund 2.500 Besucher, die ihre Karten allesamt gewonnen hatten, feierten ein rundum gelungenes Konzert, bei dem die Feuerzeuge einige Male zum Einsatz kamen und natürlich mächtig gerockt wurde.

Eine imposante Show boten Razorlight im Steinbruch (Foto: Michael Kaspers)
Wuppertal. (red) Das man keinen Sprengstoff dazu braucht, um Steine ins Rollen zu bringen, wurde am Donnerstagabend, 17. September 2009, durch den Auftritt der englisch-schwedischen Rockband Razorlight unter Beweis gestellt. Über 2.500 Besucher, die ihre Karten im Vorfeld gewonnen hatten, machten aus dem Steinbruch Oetelshofen einen rockenden Felsen.
Trotz schon herbstlichen Abend-Temperaturen und einem kalten Wind, der einem um den Nacken fegte, brachte die aus Dinslaken stammende Indie-Rock Vorband gegen 20.30 Uhr bereits die Besucher zum Glühen. Zwischen guter Currywurst-Pommes und diversen Energy-Drinks sowie einigen Hektoliter Bier aus den Zapfhähnen der Theken machte sich schnell gute Stimmung unter den Zuschauern breit.
“Wir haben gebetet, dass wir gewinnen und hier zum Konzert kommen können um Razorlight sehen zu können”, erzählte Stefanie Hertel aus Gelsenkirchen. Zahlreiche Bühnenscheinwerfer zeigten zu Beginn auf Schlagzeuger David Sullivan-Kaplan und Bandleader Johnny Borrell. Das Publikum war nicht mehr zu bremsen und riss die Hände hoch, um Razorlight in Wuppertal zu begrüßen. Mit tiefen Bässen und harten Gitarren-Klängen leuchtete die Bühne schließlich in knalligen poppigen Farben und verwandelte den Steinbruch zur staubigen Rockfläche.
Ein Lied nach dem anderen brachten Razorlight in eineinhalb Stunden auf der fast 80 Quadratmeter großen Bühne aus ihrem aktuellen Album “Hometown”, das am 10. Juli 2009 erschien, und das Publikum konnte nicht genug bekommen. Als dann “Wire to Wire” gespielt wurde, kamen die Feuerzeuge raus und es ergoss sich eine Flammenmeer in der einmaligen Kulisse – einfach romantisch. “Ich habe meinem Mann nichts davon erzählt, dass ich mich um Karten beworben habe. Wenn es nicht geklappt hätte, wär er enttäuscht gewesen. Nur so haben wir beide einen wunderschönen unvergesslichen Abend”, erzählte Hannelore Gleisner – und bekam von ihrem Mann sogleich einen dicken Kuss auf den Mund und eine Umarmung.
Auch der Steinbruch sowie die riesigen Baumaschinen der Kalkwerke wurden in ein zartes Magenta angestrahlt und sorgten für ein atemberaubendes Lichtspiel an Felsen und Himmel. Angetan von der prächtigen Kulisse gab es von Razorlight dann natürlich auch eine Zugabe, die bei den Besuchern Gänsehaut erzeugte.
Von: Michael Kaspers












