12.10.2009, 01.53 Uhr • LeserbriefDruckenTrackback RSS-Feed

“Wuppertaler” für sieben ehrenamtlich Tätige

Zum Ende der “Woche des ehrenamtlichen Engagements” verlieh Oberbürgermeister Peter Jung im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal des Barmer Rathauses am Sonntagnachmittag, 11. Oktober 2009, wieder die sogenannten “Wuppertaler” an sieben Persönlichkeiten aus dem Tal, die sich lange schon besonders für ihre Mitmenschen einsetzen.

Oberbürgermeister Jung (2.v.r.) mit den Geehrten im Rathaus (Foto: Marcus Müller)

Oberbürgermeister Jung (2.v.r.) mit den Geehrten im Rathaus (Foto: Marcus Müller)

Barmen. (red) Voll war es im Ratssaal des Barmer Rathauses wieder ein mal, als am Sonntagnachmittag, 11. Oktober 2009, Oberbürgermeister Peter Jung ans Rednerpult trat. Nicht aber, um vor den Stadtverordneten zu sprechen, sondern um sieben verdiente Ehrenamtler auszuzeichnen, die sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg in besonderer Weise für ihre Mitmenschen einsetzen. Es sei zu einer “guten Tradition” geworden, lobte Jung, seit 1999 einmal im Jahr die sogenannten “Wuppertaler” zu verleihen. Heuer am Ende der “Woche des ehrenamtlichen Engagements”: “Es sind die Ehrenamtlichen, die unsere Gesellschaft prägen und stützen”, so Jung.

Erste Geehrte war Johanna “Hanni” Freund. Die 89-Jährige hilft trotz ihres Alters immer noch mit vollem Einsatz Menschen im Quartier Arrenberg, die pflegebedürftig oder einsam sind. Und das schon seit über 25 Jahren. Auf die doppelte “Schaffenzeit” kann zudem Heinz Gottmann zurückblicken: Seit 1959 ist er Kassenwart des Handballkreises Wuppertal-Niederberg e.V. und war in den 1980er Jahren zudem zwei Jahre lang dessen Vorsitzender.

Für die Bereiche “Arbeit und Soziales” sowie “Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung” zeichnet sich Franz-Adalbert Grunwald seit über 13 Jahren Delegierter des Katholikenrates zuständig. Zudem ist er seit Einführung der neuen Struktur des KAB-Diözesanverbandes Vorsitzender des Stadtverbandes. Aufgrund des Todes seiner Frau konnte Jürgen Krefting nicht an der Feierstunde im Rathaus teilnehmen. Er gilt jedoch als Institution in der Wuppertaler Selbsthilfelandschaft und ist seit Jahren im Vorstand der Selbsthilfegruppe AVK (arterielle Verschlusserkrankungen) tätig und betreut dort auch als Übungsleiter Gymnastikgruppen.

Durch Urlaub verhindert war zudem auch Axel Laumer. Der Beyenburger hat als Arzt im Rahmen einer Fortbildung zum Tropenmediziner in Afrika Patenschaften für Aids-Waisen in Moshi (Tansania) übernommen und trägt diese Idee mit vollem Herzen bis nach Wuppertal. Für sein sportliches und gesellschaftliches Engagement wurde zudem Manfred Stader ausgezeichnet: In seinem Stadtteil Cronenberg ist er nicht nur beim SSV 07 Sudberg aktiv in der Vorstandsarbeit, sondern wohnt auch dem gleichen Gremium im Cronenberger Heimat- und Bürgerverein bei. Dort organisiert er unter anderem die bekannte “Werkzeugkiste” mit und ist darüber hinaus auch beim Fußballverband Niederrhein tätig.

Sportlich geht es auch im Leben der Ronsdorferin Erika Tracht zu. Sie ist nämlich seit 1958 Mitglied des Bergischen Turnvereins BTV 1892 Ronsdorf-Graben, war von 1985 bis 1996 dort Frauenwartin und ist seitdem erste Vorsitzende. Unter ihr stieg die Mitgliederzahl des Klubs, bei dem auch eine Gesangsabteilung untergebracht ist, wieder merklich an.

Von: Marcus Müller

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