14.10.2009, 19.33 Uhr • LeserbriefDruckenTrackback RSS-Feed

Bundesliga-Volleyballer mit viel Nachholbedarf

Klar und deutlich verloren die Bundesliga-Volleyballer der Wuppertal Titans am Dienstagabend, 13. Oktober 2009, gegen Aufsteiger RWE Volley Bottrop. Mit 0:3 (15:15, 21:25, 17:25) setzte es im zweiten Saisonspiel die zweite Niederlage, für die nicht nur Kapitän Gergely Chowanski im Zuspiel die Verantwortung übernahm, sondern auch Trainer Jens Larsen aufgrund von “Trainingsfehlern”.

Jens Larsen (li.) war nicht mit seinem Team zufrieden (Foto: Katharina Malik)

Jens Larsen (li.) war nicht mit seinem Team zufrieden (Foto: Katharina Malik)

Sonnborn. (red) Hoch motiviert und gut gelaunt liefen die Bundesliga-Volleyballer der Wuppertal Titans am Dienstagabend, 13. Oktober 2009, in die Bayer-Sporthalle ein. Trotz der Auswärtsniederlage im ersten Spiel der Saison 2009/10 in Rottenburg wollten sie dem heimischen Publikum Lust auf mehr machen. Mit neuformiertem Team soll die vergangene Spielzeit vergessen gemacht werden, doch das erste Heimspiel der Titans gegen RWE Volley Bottrop sorgte für genau das Gegenteil.

Um 20.17 hatten die Titans ihren ersten Punkt in der Tasche. Mit 1:0 gingen sie in Führung, mussten aber sogleich wieder den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Bei der ersten Auszeit im ersten Satz stand es bereits 5:8 für die Gäste aus dem Ruhrgebiet. Und so sollte sich der erste Durchgang weiter durchziehen. Die Gastgeber konnten trotz zahlreiche Aufschlagfehler der Gegner das Spiel nicht an sich reißen, teilweise lagen wegen einfachster Fehler die Nerven beim Team von Trainer Jens Larsen blank. Folgerichtig gewann Bottop den ersten Satz deutlich mit 15:25.

Wer jetzt ein Aufbäumen der Titans erwartet hatte, wurde jedoch enttäuscht. Zwar lief es in Durchgang zwei deutlich besser bei den Wuppertalern, doch bis zum 11:10 liefen sie weiterhin einem Rückstand hinterher. Bis auf 16:13 konnte der Vorsprung ausgebaut werden, doch nach der technischen Auszeit kam Bottrop wieder auf 18:18 heran. Während Trainer Jens Larsen verzweifelt durch die Halle irrte, explodierte Kapitän Gergely Chowanski bei seiner Auswechslung aus Wut über die eigenen Fehler regelrecht. Es sollte allerdings seine letzte Aktion an diesem Abend bleiben. “Für den Ablauf des Zusammenspiels, das heute schlecht war, habe ich als Kapitän den Hut auf”, erklärte Chowanski nach dem Spiel.

Im dritten Satz konnten die Hausherren dem Bundesliga-Aufsteiger weiterhin nichts entgegensetzen. Unkonzentriert, verunsichert und verzweifelt ließen die Titans das Spiel an den Gast gehen. Am Ende hieß es 0:3, das hatte man sich vorher gewiss anders vorgestellt. “Es ist nicht optimal, wenn man noch nicht mal in die Nähe eines Satzsieges kommt”, resümierte Trainer Larsen nach der Partie. Der 40-Jährige sieht die Fehler dabei jedoch nicht bei den Spielern, sondern konstatiert, dass es Trainerfehler seien, die behoben werden müssen. Eine Chance zur Wiedergutmachung besteht am Samstag, 17. Oktober, gegen den SCC Berlin. Spielbeginn in der Bayer-Sporthalle ist um 20.00 Uhr.

Von: Marcus Müller

Leserbrief schreiben

Zum Kommentieren mit Facebook verbinden