12.11.2009, 14.00 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
Titans trennen sich von Trainer Jens Larsen
Die Bundesliga-Volleyballer der Wuppertal Titans trennen sich nach der fünften Saisonniederlage im sechsten Spiel von ihrem bisherigen Trainergespann Jens Larsen und Sven Dombrowski. Als Übergangslösung wird Titans-Zuspieler Gergely Chowanski das Training übernehmen, der seit Sommer 2009 eine vorläufige A-Lizenz besitzt.

Thomas Sittler, Gergely Chowanski und Thorsten Westhhoff (Foto: Marcus Müller)
Elberfeld. (red) In der Saison 2008/09 waren es die Spieler, die sich nach einem alles andere als optimal verlaufenen Saisonstart hinterfragen und ihre Verträge neu abschließen mussten. Im November 2009 ist es jedoch erstmals das Trainergespann, der bei den Wuppertal Titans zur Diskussion stand. Nach der fünften Niederlage im sechsten Saisonspiel setzten sich die Manager Thorsten Westhoff und Thomas Sittler mit Jens Larsen und Sven Dombrowski zusammen und berieten, wie es weiter gehen soll.
“Bei den Gesprächen hat sich eine Meinung breit gemacht, dass es zu einer personellen Veränderung kommen soll”, beschreibt Sittler die Situation. Da man nicht wieder die gesamte Mannschaft “rauswerfen” wolle, habe man sich einvernehmlich dazu entschlossen, an der Trainerposition etwas zu ändern, da “dies vielleicht der einzige Schritt ist, der die Mannschaft wieder dort hin bringt, wo sie eigentlich sein soll”, ergänzt Manager Westhoff.
Man habe nach dem sechsten Spieltag den “Reset-Knopf” drücken müssen, um nicht in die gleiche Situation zu verfallen, wie in der ersten Spielzeit der im vergangenen Jahr neugegründeten Wuppertal Titans in der Volleyball-Bundesliga. “Wir hatten uns zweifelsfrei die Play-Offs als Ziel gesetzt”, erklärt Thorsten Westhoff. “Der Situation ist es aber geschuldet, das Mindestziel Klassenerhalt zu definieren. Wenn die Teamentwicklung das Potential dieser Mannschaft frei setzt, dann sind die Play-Offs erreichbar. Was am Ende draus wird, müssen wir abwarten.”
Den Neuanfang im November wollen die Wuppertaler Volleyballer mit ihrem Zuspieler Gergely Chowanski als Spielertrainer schaffen. Zumindest übergangsweise soll der 28-Jährige die Leitung des Teams übernehmen. “Ich möchte mit der Mannschaft ein paar Punkte sammeln, damit die Verantwortlichen einen guten Trainer finden”, definiert Chowanski – der im Sommer 2009 einen Sonderlehrgang des Deutschen Volleyballverbandes (DVV) gemacht hatte und nun eine vorläufige A-Trainerlizenz besitzt, bis er im Sommer 2010 eine Prüfung ablegt – seine Aufgabe: “Ich kann nicht zaubern, mache ein paar Dinge allerdings anders.” Manager Thorsten Westhoff verweist darauf, dass Chowanski die junge und neu zusammengestellte Mannschaft am Besten kenne, ein neuer Trainer müsse sich erstmal einarbeiten. Von daher sei man mit dieser Übergangslösung sehr zufrieden und werde sich nun in Ruhe an die Trainersuche machen können. Einige namhafte Bundesliga-Coaches seien ja derzeit auf dem Markt, stellt Westhoff heraus.
Mit dem bisherigen Trainer-Duo Jens Larsen und Sven Dombrowski sei man einvernehmlich auseinander gegangen. “Es ist kein einziges böses Wort gefallen, Jens wird Gergely auch weiter unterstützen”, weiß Westhoff. Allerdings werde sich der Däne nach über 30 Jahren Volleyball erstmal eine kleine Auszeit gönnen. Larsen bleibe zudem auch Gesellschafter der Wuppertaler Volleyball GmbH, “und vielleicht wird er ja irgendwann mal wieder Trainer bei den Titans”, unkt Westhoff. Ausschließen wolle man nichts, das Handeln sei in dieser Situation für das Team, das sich untereinander gut versteht, allerdings nötig gewesen.
Ob der Trainerwechsel etwas bringt, das können die Titans am Samstag, 14. November 2009, unter Beweis stellen. Gergely Chowanski wird in der Bundesliga-Partie gegen den VC Bad Dürrenberg / Spergau das erste Mal gemeinsam mit Co-Trainerin Pamela Weil an der Seitenlinie aktiv sein. Spielbeginn ist im Bayer-Sportpark um 20.00 Uhr.
Von: Marcus Müller












also ich würde nicht so dämlich grinsen wie die Manager hier, wenn ich gerade einen langjährigen Mitarbeiter und Publikumsliebling entlassen musste/durfte
Hoffen wir für Wuppertal dass es mit dem Volleyball gut weitergeht
Da ist das falsche Gespann gegangen (worden) und mir tut Gergely jetzt schon leid. Leider kann man das Management nicht wechseln.
Drücke der Mannschaft die Daumen. Wenn sie zusammenhalten wie letztes jahr, kann es klappen. Lasst Euch nur nichts vorschreiben.
oder verlassen hier die Ratten das sinkende Schiff?
Zitat:
Mit dem bisherigen Trainer-Duo Jens Larsen und Sven Dombrowski sei man einvernehmlich auseinander gegangen
Nur mal nen Gedanke . . . . .
… armes Volleyball – Wuppertal!
Saisonziel Play-offs? Da haben sich ja schon alle mit Volleyballsachverstand kaputt gelacht! Und jetzt diese Posse!
Sorry, aber das einzige was Play-off würdig gewesen wäre, waren die beiden Trainer!
Und sind wir mal ehrlich, das Titans – Projekt war doch eh von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Aber in Wuppertal ist man ja seit Jahren mit Entscheidungen etwas durcheinander
Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga!!!
Vielleicht schaftt ja die “2.” den Aufstieg