16.01.2010, 13.48 Uhr • LeserbriefDruckenTrackback RSS-Feed

Crossover zwischen Rockmusik und Klassik

“The 12 Tenors” haben ein beachtlichen Repertoire aus den verschiedensten Stilrichtungen: Sie bringen Rock und Klassik zusammen, sorgen für Stimmung in der Halle und begeistern das Publikum. So wie auch in der Historischen Stadthalle in Elberfeld, die am Donnerstag, 14. Januar 2010, fast bis auf den letzten Platz ausverkauft war.

Zwölf Tenöre auf einer Bühne in der Historischen Stadthalle (Foto: Michael Kaspers)

Zwölf Tenöre auf einer Bühne in der Historischen Stadthalle (Foto: Michael Kaspers)

Elberfeld. (red) Wenn zwölf Tenöre gemeinsam in der fast ausverkauften Historischen Stadthalle in Elberfeld auf der Bühne stehen, dann darf der Zuhörer durchaus etwas Besonderes erwarten. Moderne Einflüsse verbinden sich mit dem klassischen zeitlosen Charme, ohne dabei einen musikalischen Stilbruch zu begehen. Denn die stimmliche Vielfalt spiegelt sich in den zu hörenden Titel wieder, worunter “Die Liebe der Matrosen”, das weltberühmte “Kalinka” – bei dem das Publikum aufstand und fleißig mitsang und tanzte – “Volare” sowie auch “Only You” und “Golden Eye” gehören.

Überraschend ist dabei aber die Programmfolge: Erst erklingt der “Can Can” von Jacques Offenbach, gefolgt von Joe Cockers “You Can Leave Your Hat On”, bevor im Anschluss “Libiamo” von Guiseppe Verdi erklingt. Dass sich diese Musikauswahl nicht beißt, beweisen die “12 Tenors” auf unnachahmliche Art und Weise. Die zwölf Sänger genossen alle eine hochwertige Ausbildung, studierten Musik, Gesang oder Schauspiel. Jeder überzeugt allein durch seine Stimme. Alle Sänger begeisterten bereits vor ihrem Engagement in der Gruppe ein großes Publikum.

Gemeinsam eröffnen sie allerdings dem Zuhörer eine völlig neue Dimension des Klangs ihrer Stimmen. Zwölf Tenöre auf der Bühne zu haben bedeutet nicht nur, ein breites Repertoire an stimmlichen Nuancen, sondern viel mehr. Auch die bekannte Opernsängerin Deborah Sasson ist von Ihnen begeistert: “Die 12 Tenöre beweisen, zu welch unglaublichen Leistungen der Mensch fähig ist. Ihre Stimmen können so viele Instrumente, Rhythmen und Facetten darstellen, sodass sie ein ganzes Orchester ersetzen”, brachte es Sasson einmal auf den Punkt.

Das Ziel der Tenöre ist klar definiert: Sie wollen Schluss machen mit dem Schubladendenken, dass Tenöre nur für die Oper geeignet sind. Mit ihrem Programm zeigen sie, dass nicht nur Arien zu den Stimmen passen, sondern durchaus auch die moderne Weltmusik. Wer denkt das dies nicht klappt der irrt sich. Schließlich sind einige der größten Rocksänger auch Tenöre, wie Axl Rose von den Guns’N'Roses etwa. oder Bono von U2 sowie Jon Bon Jovi. Crossover aus Oper, Operette und aktueller Pop-Musik – das ist die Produktion “The 12 Tenors”.

Von: Michael Kaspers

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