23.01.2010, 12.25 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
Die Rekorde purzelten zum Meeting-Schluss
Während beim Hochsprung der Juniorinnen mit Meike Kröger und Julia Wanner die Favoritinnen den Wettkampf unter sich ausmachten, sorgte beim Stabhochsprung der Damen der Zweikampf zwischen Kristina Gadschiew und Kate Dennison für einen neuen britischen und einen Meeting-Rekord. Bei den Herren sprang Osku Torro finnischen Hallenrekord sowie Weltjahresbestleistung mit 2,32 Metern.

Kate Dennison bei ihrem Rekord-Sprung über 4,57 Meter (Foto: Katharina Malik)
Heckinghausen. (red) Recht unspektakulär war das, was die über 500 Zuschauer in der renovierten Sporthalle in Heckinghausen zu Beginn des 23. Internationalen Springermeeting geboten bekamen. Beim Hochsprung der Juniorinnen war zwar die deutsche Elite hinter Ariane Friedrich ins Tal gekommen, allerdings gab es kaum Überraschungen und Bestleistungen. Mit 1,88 Metern gewann schließlich Meike Kröger vor Julia Wanner (1,85 Meter) und Carolina Dressler (1,82 Metern). Lediglich die beiden ehemaligen Meeting-Siegerinnen Kimberly Jeß mit Platz vier und Hannelore Desmet auf Rang fünf enttäuschten ein wenig. Lokalmatadorin Linda Zuber, die inzwischen für Leverkusen startet, schied mit 1,70 Metern als erste aus.
Spannend wurde es allerdings dann beim Stabhochsprung der Damen. Hier lieferten sich Kate Dennison und Kristina Gadschiew einen Zweikampf und puschten sich so zu Bestleistungen. Während Letztere – im Jahr 2009 hatte Gadschiew in Heckinghausen “nur” 4,46 Meter übersprungen – mit 4,50 Metern eine neue persönliche Hallen-Bestleistung aufstellte, brauchte die Britin insgesamt nur sechs Sprünge, um mit 4,57 Metern den zwei Jahre alten Meeting-Rekord der Polin Anna Rogowska (4,56 Meter) einzustellen. Bereits die übersprungenen 4,50 Meter hatten einen neuen britischen Hallenrekord bedeutet. Den dritten Platz sicherte sich die Niederländerin Rianna Galiart mit 4,22 Metern – der Einstiegshöhe von Dennison.
So richtig warm geklatscht übertrug sich die Stimmung von den Rängen auch auf den Hochsprung der Männer. Die Favoriten Kabelo Kgosiemang, Sandro Finesi und Eike Onnen enttäuschten mit den Plätzen vier, fünf und sechs, der Belgier Stikn Stroobants zeigte sich in Form und sprang mit 2,22 Metern auf Platz drei. Die beiden von Organisator Birger Hense erst wenige Tage vor dem Meeting verpflichteten “namenlosen” Ivan Ilichev (Russland) und Osku Torro (Finnland) sorgten jedoch auch hier für einen Zweikampf um den Sieg. Während Ilichev mit 2,28 Metern eine neue Jahresbestleistung aufstellte, sprang Torro noch zwei Sätze höher. Die 2,30 Meter hatten bereits einen neuen finnischen Hallenrekord bedeutet, die 2,32 Meter sorgten für eine neue Weltjahresbestleistung. “Ich hatte ein gutes Gefühl”, gab der Finne anschließend zu – und zeigte sich sehr überrascht über seinen Erfolg, auch wenn er an den 2,34 Metern gescheitert war.
Zahlreiche Fotos vom 23. Springermeeting gibt es in der Wuppergalerie…
Von: Marcus Müller











