04.02.2010, 23.30 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
ver.di-Streik in Wuppertal: Laut aber harmlos
Mehr als 300 Feuerwehrleute aus ganz Nordrhein-Westfalen protestierten am Donnerstag, 04. Februar 2010, auf dem Johannes-Rau-Platz in Barmen gegen den Beförderungs-Stopp des Innenministeriums und taten ihren Unmut lautstark kund. Auch die Busfahrer machten ihrem Tarif-Ärger Luft und streikten am frühen Donnerstagmorgen vor dem Berufsverkehr im Tal.

Auch in Wuppertal nahmen die Bediensteten am Streik teil (Foto: Michael Kaspers)
Barmen. (red) Mehr als 300 Feuerwehrleute aus mehreren Städten Nordrhein-Westfalens hatten sich am Donnerstagvormittag, 04. Februar 2010, mit einem Blaulicht-Korso aus mehr als 35 Feuerwehr-Fahrzeugen auf den Weg durch die Innenstadt zu einer Kundgebung vor dem Barmer Rathaus begeben. Lautstark verschafften sie ihrem Unmut gegen den Stopp von Beförderungen des NRW-Innenministeriums Gehör. “Verstärkt” wurden die Wuppertaler Floriansjünger unter anderem aus Hagen, Oberhausen, Essen, Frechen, Köln und Gelsenkirchen, die Forderungen wurden durch Presslufthörnern, Handsirenen und Pfeifen untermauert.
Erst im Oktober 2009 hatten sich rund 150 Retter aus dem bergischen Städtedreieck einer Demonstration in Hagen angeschlossen. Bereits damals wurde dagegen demonstriert, dass viele Berufsfeuerwehrleute auch nach einer jahrelangen Ausbildung keine Chance auf eine Weiterentwicklung haben. Peter Jung forderte Innenminister Ingo Wolf dazu auf, den Feuerwehrleuten eine Perspektive für ihre Zukunft zu geben. Bereits seit mehreren Jahren warten mehr als 100 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr auf eine Beförderung, die gleichzeitig eine bessere Bezahlung mit sich bringt. Dafür absolvieren diese seit Monaten und Jahren Fortbildungen und Arbeiten, ohne jedoch dafür ordnungsgemäß besoldet zu werden.
Auf dem Barmer Johannes-Rau-Platz wurde deshalb auch ganz konkret an Innenminister Ingo Wolf appelliert, den Erlass zum Beförderung-Stopp umgehend zu ändern. In Wuppertal und Hagen darf aufgrund der momentanen Haushaltssperre überhaupt nicht mehr befördert werden.
Auch bei den Busfahrern der Wuppertaler Stadtwerken (WSW) wurde am Donnerstagmorgen für mehr Lohn gestreikt. So blieben die Busse zunächt einmal in ihren Depots. Erst gegen 06.30 Uhr wurde der reguläre Betrieb wieder aufgenommen, um ein Chaos bei den Berufstätigen und anderen Fahrgästen zu vermeiden. Zu kleineren Behinderungen kam es allerdings doch. Auch beim städtischen Eigenbetrieb Straßenreinigung (ESW) wurde die Arbeit niedergelegt.
Von: Michael Kaspers












Fotos der Kundgebung in Wuppertal:
http://www.flickr.com/photos/medevac71/sets/72157623349940792/detail/
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