09.02.2010, 16.22 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
Eine gute Bilanz mit traurigem Beigeschmack
Das Wuppertaler Polizeipräsidium stellte am Dienstag, 09. Februar 2010, die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2009 vor. Insgesamt kommt das bergische Städtedreieck dabei auf gute Werte im Vergleich zu den anderen Städten in Nordrhein-Westfalen. Allerdings stieg die Zahl der Toten und Verletzten in Wuppertal deutlich an.

Dittmar Hoga, Polizeipräsidentin Radermacher, Ralf Dargel (Foto: René Gunst)
Unterbarmen. (red) Laut der Verkehrsunfallstatistik des Polizeipräsidiums Wuppertal, die Polizeipräsidentin Brigitte Radermacher zusammen mit dem Direktionsleiter Verkehr, Dittmar Hoga, am Dienstag, 09. Februar 2010, vorstellte, ereigneten sich im Jahr 2009 insgesamt 12.615 Verkehrsunfälle im Tal. Dies ist ein unerfreulicher Anstieg um 2,9 Prozent oder insgesamt 361 Verkehrsunfällen. Dabei starben 17 Menschen, darunter zwei Kinder und mehrere Senioren.
“Erschreckend ist, dass die Anzahl der verunglückten Kinder um 18 angestiegen ist”, erklärte Radermacher und verwies auf Maßnahmen, die diesen Trend stoppen sollen: “Wir werden gezielt und vor allem härter kontrollieren, besonders während der Karnevalszeit. Zudem wollen wir das Geschwindigkeitsniveu senken und werden hier auch härtere Kontrollen durchführen”, warnte die Behördenleiterin die Autofahrer im Tal. Erfreulich allerdings: “Im Vergleich zu den Werten aus anderen Kreisen und dem Land Nordrhein-Westfalen liegen wir unter dem Durchschnitt”, verkündete Direktionsleiter Dittmar Hoga. Die Unfallhäufigkeit, die auf 100.000 Einwohner berechnet wird, liege Wuppertal bei 368 Unfällen auf 100.000 Einwohner. Dies seien zwar 53 mehr als im Jahre 2008, “trotz allem ist Wuppertal eine sehr verkehrssichere Stadt”, konnte Hoga berichten.
Als “Sorgenkind” der Statistik entpuppte sich in der insgesamt positiven Bilanz allerdings die Anzahl der Toten und Schwerverletzten. Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr dramatisch an. Insgesamt verloren 13 Menschen auf Wuppertals Straßen ihr Leben, im Vergleich dazu hatten im Jahr 2008 “nur” fünf Menschen im Tal den Tod auf der Straße gefunden.
Die Gruppen der motorisierten Zweiradfahrer und der Fußgänger stehen auch weiterhin im besonderen Fokus der polizeilichen Verkehrsunfallbekämpfung. Nachdem im Jahr 2008 die Zahl der verunglückten Motorradfahrer einen fortgesetzten Anstieg verzeichnete, konnte der Trend 2009 für den Behördenbereich umgekehrt werden. Die Anzahl verunglückter Krad-Fahrer verringerte sich im bergischen Städtedreieck um 33 (-8,1 Prozent) auf 376. Ungünstiger verläuft die Entwicklung bei den verunglückten Radfahrern mit einer Zunahme um 27 (+3,6 Prozent) auf insgesamt 67. Besonders auffällig ist auch der Anstieg der in Bussen verunglückten Fahrgäste um 22 (+29,3 Prozent) auf 97.
Neben dem persönlichen Leid, das dem Unfallopfer und seinem Umfeld widerfährt, verursacht jeder Unfall einen volkswirtschaftlichen Folgeschaden. Dieser liegt im Bereich Wuppertal, Remscheid und Solingen bei 124.856.079 Euro, ein Jahr zuvor waren es 914.807 Euro weniger.
Von: René Gunst












