16.02.2010, 11.00 Uhr • LeserbriefDruckenTrackback RSS-Feed

Cooking-Battle: Fußballer bewiesen Kochkunst

Der Remscheider Ulrich Heldmann (“Heldmann’s Restaurant”) kochte beim Cooking-Battle in der VillaMedia ein exquisites Vier-Gänge-Menü. Unterstützung bekam der Sternekoch dabei durch seine Frau Petra sowie die beiden Wuppertaler Fußball-Urgesteine Günter und Carsten Pröpper, die ihr Können auch am Herd unter Beweis stellten.

Carsten und Günter Pröpper mit Sternekoch Heldmann (Foto: Michael Kaspers)

Carsten und Günter Pröpper mit Sternekoch Heldmann (Foto: Michael Kaspers)

Elberfeld. (red) Wer wird “Koch des Jahres” in Wuppertal? Dieser Frage geht auch im Jahr 2010 wieder die VillaMedia beim sogenannten “Cooking-Battle” nach. Nicht nur das ein ausgefeiltes Vier-Gänge-Menü bewertet werden muss – sondern auch die Weine, die jedes Mal von einem anderem Lieferanten zu den Gerichten empfohlen wird. Auf die Harmonie kommt es also nicht nur an den Herdplatten und Tellern an. Bei Runde zwei der beliebten Küchenschlacht um das beste Gericht war am Sonntagabend, 14. Februar 2010, der Remscheider Sternekoch Ulrich Heldmann (“Heldmann’s Restaurant”) auf der Kochbühne in der VillaMedia zu Gast. Das Remscheider Gourmet-Restaurant “Heldmann’s” befindet sich in der denkmalgeschützten Industrievilla “Concordia” in der Brüderstraße unweit der Fußgängerzone.

Küchenchef Heldmann zeigt sich auch gerne regional: Auf der Speisekarte der Saison stehen unter anderem bergische Spezialitäten. Der Remscheider legt dabei besonders großen Wert auf die Auswahl saisonaler und regionaler Produkte. Beim Cooking-Battle in der VillaMedia wurde Heldmann von WSV-Ikone Günter Pröpper und seinem Sohn Carsten tatkräftig unterstützt. Dot zeigten die beiden Fußballer, dass sie nicht nur auf dem Rasen, sondern auch am Herd ein handwerkliche Geschick besitzen.

Das Menü von Ulrich Heldmann präsentierte beim ersten Gang eine karamellisierte Crème Brûlée von der Gänseleber mit roter Beete und Kürbis-Chutney. Anschließend wurde Ostseezander im Ciabatta-Mantel gebacken und auf Rieslingkraut mit einer Petersilien-Sauce serviert. Rosa gebratene Lammhüfte mit mediterranem Kartoffelragout und Paprikabutter sorgte im Durchgang drei für wohlgelaunte Gaumen in der Zuschauer- und Feinschmeckerschaft. Den Abschluss bildeten schließlich Lavendel-Mandelhippen mit Vanillemousse, Aprikosenkompott und Kokos-Eis.

Über ein nicht gelungenes Essen konnten sich die Gäste wahrlich nicht beklagen: Ganz im Gegenteil, denn Heldmann erntete reichlich Lob von den Zuschauern. Aber auch Jury-Chef Jürgen Bergmann hatte Worte des Lobes für den Remscheider Sternekoch übrig. Das Essen seiner Frau wollte Bergmann nicht genauer bewerten wollte, aber – nach eigenen Angaben – schmecke es immer. Unter den gut gelaunten Cooking-Battle-Gästen befand sich heuer auch Herbert Sippel vom Landhaus Garnefeld, der selbst im Jahr 2009 beim Cooking-Battle teilnahm. Als Moderatorin Yvonne Peterwerth ihn nach seiner Meinung fragte und Sippel ohne Worte sein Daumen nach oben zeigte, nahm Heldmann dies als ein grandioses Schulterklopfen auf. Zurecht, wie die anderen Feinschmecker befanden.

Ulrich Heldmann wird nach dem Cooking-Battle des Monats Februar gute Chancen haben, zum bergischen Show-Koch des Jahres 2010 gewählt zu werden. “Ich bin schon noch etwas nervös”, musste der Sternekoch allerdings zugeben, “Lampenfieber habe ich dennoch ein wenig.” Aber ob das letztlich zum Gesamtsieg reicht, muss sich über das Jahr noch zeigen. Während Heldmann im großen Saal auf seiner kleinen Bühne kochte, so wurde im Backsatge-Bereich von seinen weiteren acht Köchen das Vier-Gänge-Menü im großen Stil für alle Zuschauer zubereitet. Dort übernahm seine Frau die Regie, damit ein reibungsloser Ablauf garantiert werden konnte. Für rund 120 Gäste zu kochen ist kein Pappenstil…

Ulrich Heldmann betreibt bereits seit 1995 gemeinsam mit seiner Frau Petra in der Industrievilla “Concordia” in der Brüderstraße 56 in Remscheid seinen Betrieb “Heldmann’s Restaurant” sowie das kleine Bistro “Fifty Six”. Während der gelernte Küchenmeister als Küchenchef sich immer um den wohlgeratenen Gaumenschmaus kümmert, ist seine Gattin als Restaurantleiterin für das Wohl der Gäste vor, während und nach dem Essen verantwortlich. Auf Heldmanns klug gestraffter Gourmet-Karte, die aus zwei variablen Menüs und einigen zusätzlichen Empfehlungen besteht, dominieren mehr denn je regionale Produkte, die oft mit rustikalem Akzent zu einfallsreichen Gerichten verarbeitet werden. Seit 2002 ist das Ehepaar Heldmann Jahr für Jahr mit einem Michelin-Stern sowie 16 von 20 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet worden.

Weitere Fotos vom Februar-Cooking-Battle gibt es in der Wuppergalerie.

Von: Michael Kaspers

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