18.04.2010, 15.51 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
Großeinsatz der Feuerwehr am Arrenberg
Zu einer Rauchentwicklung wurde die Feuerwehr am Sonntagmorgen, 18. April 2010, zum Arrenberg gerufen. Dort stand eine Wohnung im dritten Obergeschoss in Flammen. Während des Einsatzes drohte der Brand auch auf benachbarte Häuser überzugreifen. Dies konnte allerdings verhindert werden. Die Brandwohnung ist unbewohnbar.

Die Brandwohnung ist nach dem Feuer unbewohnbar (Foto: Michael Kaspers)
Arrenberg. (red) Sie wollten sich eigentlich einen ruhigen, sonnigen Sonntag auf der Wache machen. Doch daraus wurde für die Einsatzkräfte der Elberfelder Feuerwehr am 18. April 2010 nichts. Um 10.40 Uhr wurde die Leitstelle über eine Rauchentwicklung in der Gutenbergstraße, Ecke Löwenstraße, in Kenntnis gesetzt. Daraufhin rückte der Löschzug 1 der Wache Elberfeld, das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) der Bayer-Werksfeuerwehr, eine zweite Drehleiter sowie ein Rettungswagen zum Arrenberg aus.
Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr war eine Rauchentwicklung im Dachbereich deutlich zu erkennen. Die Bewohner konnten zum Glück alle das Haus unversehrt verlassen. Ein Angriffstrupp der Feuerwehr ging unter Atemschutz in das Gebäude vor. Dabei wurde der Brandherd im dritten Obergeschoss lokalisiert. Die Tür wurde von der Feuerwehr geöffnet und ein massiver Löschangriff vorgenommen.
Bereits vor Eintreffen der Floriansjünger konnte sich der Brand in den Spitzboden fressen und breitete sich auf den Dachstuhl aus. Das Feuer drohte daher auf die angrenzenden Häuser überzugreifen. Dachziegel fielen auf die Straße, geparkte Fahrzeuge wurden allerdings nicht beschädigt. Die Brandbekämpfer gingen auch über die Drehleitern gegen das Feuer vor.
Kurze Zeit später wurden die Einsatzkräfte von einer Anwohnerin der Löwenstraße 16 darüber in Kenntnis gesetzt, das jetzt auch ihr Haus verraucht wäre. Daraufhin wurde dieses Gebäude ebenfalls komplett evakuiert. Bei der Erkundung konnte jedoch kein Brandort gefunden werden, sodass es sich dabei nur um eine Verrauchung aus dem daneben liegenden Haus handelte.
Nachdem die Brandwohnung abgelöscht und mit einer Wärmebildkamera nach eventuellen Glutnestern abgesucht worden war, konnte die Feuerwehr schließlich das Treppenhaus querlüften. Die rund 90 Quadratmeter große Wohnung ist nicht mehr bewohnbar, die dort wohnende Mutter kam mit ihren Kindern bei Freunden unter. Löschwasser, welches sich in der darunter liegenden frisch renovierten, leeren Wohnung sammelte, wurde mit einem Wassersauger aufgenommen.
Da es sich bei dem Brand um eine größere Einsatzstelle handelte, wurde auch Feuerwehrchef Siegfried Brütsch alarmiert, der sich vor Ort ein Bild von der Unglückstelle machte. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt, da der Nachbar des gegenüber liegenden Hauses nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Bewohner rechtzeitig informiert hatte. Der Sachschaden beläuft sich in die Tausende Euro. Die Kriminalpolizei hat die Wohnungstür versiegelt und den Brandort beschlagnahmt. Die Ermittlungen zum Brandausbruch dauern an.
Insgesamt waren rund 30 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen im Einsatz. Während der Lösch- und Aufräumarbeiten waren die Gutenbergstraße sowie Löwenstraße durch die Polizei voll gesperrt.
Von: Michael Kaspers












