16.05.2010, 14.34 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
Dörper Cats: Ungeschlagen Deutscher Meister
Die Rollhockey-Damen des RSC Cronenberg waren in der Bundesliga-Saison 2009/10 das Maß aller Dinge. Ungeschlagen schlossen sie nicht nur die Hauptrunde ab, auch in den Play-Offs marschierten sie ohne eine einzige Niederlage zum nunmehr neunten Deutschen Meistertitel. Im zweiten Finalspiel in Cronenberg reichten dabei drei Tore in nur eineinhalb Minuten, um gegen Düsseldorf den zweiten Sieg einzufahren.

Die RSC-Cats wurden zum neunten Mal Deutscher Meister (Foto: Marcus Müller)
Cronenberg. (red) “Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft”, freute sich RSC-Trainer Michael Witt nach dem zweiten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft. Seine Rollhockey-Damen hatten den amtierenden Meister aus Düsseldorf gerade mit 5:2 besiegt und somit im zweiten Spiel bereits den Titelgewinn unter Dach und Fach gebracht. Bereits vor der Saison hatte Witt aufgrund der namhaften Zugänge bereits als Ziel ausgegeben, Meister und Pokalsieger werden zu wollen. “Im nächsten Finale wollen wir nun unsere Zielsetzung verwirklichen”, blickt Witt trotz des Erfolges bereits auf die Pokal-Endspiele am 22. und 24. Mai 2010.
Um den neunten Meistertitel der Damen in der Geschichte des RSC Cronenberg zu gewinnen, reichten den Dörper Cats eigentlich nur knapp eineinhalb Minuten. Nach drei Minuten und 16 Sekunden hatte Lea Reinert das wichtige 1:0 erzielt. Bereits 31 Sekunden später erhöhte Beata Geismann auf 2:0, weitere 45 Sekunden darauf stand es durch einen weiteren Treffer der RSC-Spielführerin 3:0. Erst nach fünf Minuten kam Düsseldorf durch Jenny Delgado zum Anschlusstreffer. “Der RSC ist definitiv besser ins Spiel gekommen als wir”, musste Gästetrainer Sebastian Müller zugeben. Mitte der ersten Halbzeit war sein Team besser geworden und dominierte auch die zweite Hälfte. “Wir haben es aber nicht mehr geschafft, den Rückstand aufzuholen”, so Müller.
Dabei hatte Düsseldorf durchaus die Möglichkeiten dazu, zumal die Cronenbergerinnen ihre Chancen auch nicht nutzten. Bevor Beata Geismann fünf Minuten vor dem Seitenwechsel zum 4:1 traf, vergab sie nach einer Blauen Karte für Düsseldorf den fälligen Penalty. Auch Binaca Tremmel machte es Geismann in der zweiten Spielhälfte gleich, als sie nach dem zehnten Teamfoul der Düsseldorferinnen zweimal vom Strafstoßpunkt nur den Pfosten traf. Auf der anderen Seite nutzte Nicole Paczia ihre Chance nach einer Blauen Karte für RSC-Torjägerin Geismann. Das Spiel war danach wieder offen, doch den “Todesstoß” versetzte den Düsseldorferinnen 21 Sekunden vor Schluss Lea Reinert mit einem erfolgreich verwandelten Strafstoß.
Entsprechend feucht-fröhlich fiel dann auch die anschließende Meisterfeier der RSC-Cats aus, schließlich hatten es die Düsseldorferinnen den Grün-Weißen “das Leben sehr, sehr schwer” gemacht, wie Cronenbergs Trainer Michael Witt nach einer obligatorischen Bierdusche zugeben musste. Allerdings war der RSC in der gesamten Saison ungeschlagen geblieben, sodass der Meistertitel mehr als verdient ist.
Von: Marcus Müller












