25.05.2010, 12.05 Uhr • LeserbriefDruckenTrackback RSS-Feed

RSC-Cats krönen beste Saison mit Pokalsieg

Nach einem knappen 3:2-Sieg beim RC de Lichtstad im ersten Pokalfinale ließen die Rollhockey-Damen des RSC Cronenberg in der eigenen Halle nichts mehr anbrennen: Bereits nach acht Spielminuten führten die Cats mit 3:0 und bauten diese Führung bis zum Schluss auf 8:0 aus. Mit dem Pokalerfolg, dem Meistertitel und dem Erreichen des “Final Four” im Europapokal schauen die RSC-Cats in der Spielzeit 2009/10 auf ihre wohl erfolgreichste Saison zurück.

Beata Geismann (links) nahm den DRIV-Pokal in Empfang (Foto: Marcus Müller)

Beata Geismann (links) nahm den DRIV-Pokal in Empfang (Foto: Marcus Müller)

Cronenberg. (red) Mehr geht fast nicht. In Deutschland ungeschlagen, auf europäischem Parkett erfolgreich wie nie: Die Rollhockey-Damen des RSC Cronenberg haben in der Saison 2009/10 Maßstäbe gesetzt. “Das war das Ausrufezeichen auf eine Super Saison”, musste auch Herren-Trainer Sven Steup nach dem Pokalsieg der Damen neidlos anerkennen. Mit 8:0 hatten die Cronenbergerinnen den RC de Lichtstadt aus der eigenen Halle gefegt, gewannen damit den DRIV-Pokal, waren zuvor ohne eine einzige Niederlage Deutscher Meister geworden (wupperguide berichtete) und hatten als erste deutsche Mannschaft überhaupt das “Final Four” im Europapokal erreicht. Kein Wunder, dass daher Cats-Trainer Michael Witt im Anschluss an den Pokalerfolg die Fragen nach seiner Zukunft beim RSC eher ausweichend beantwortete.

In Holland hatten die Cronenbergerinnen am Samstag, 22. Mai 2010, noch knapp einen 3:2-Auswärtssieg einfahren können. “Lichtstad hat uns alles abverlangt”, erklärte Witt, “wir haben dort auch nicht gut gespielt.” Nachdem am Pfingstsonntag die RSC-Löwen den Pokal ins Dorf geholt hatten, standen die Damen unter Zugzwang: “Das war eine besondere Motivation, heute nachzulegen”, so Cats-Coach Witt nach dem zweiten Pokalfinalspiel. Dieses hatten seine Damen deutlich mit 8:0 gewonnen.

Das erste Tor hatte Svenja Runge bereits nach drei Minuten erzielt. Kurze Zeit später legte Beata Geismann nach und erzielte bis zur Halbzeit zwei weitere Treffer. Kelly Heesch und Lea Reinert hätten die Führung mit hundertprozentigen Chancen durchaus noch weiter ausbauen können, es blieb zur Pause allerdings beim 4:0. Nach dem Seitenwechsel dauerte es dann nur knappe eineinhalb Minuten, ehe RSC-Torjägerin Beata Geismann wieder zuschlug. Lichtstad gab sich allerdings nicht auf, kam durch Konter ab und zu mal vor das Cronenberger Tor, welches aber wie zugenagelt schien. Selbst einen Penalty fünf Minuten vor Schluss wehrte RSC-Torhüterin Caro Reinert sicher ab, während Geismann (2) und Bianca Tremmel für den 8:0-Endstand sorgten. Grund genug für Trainer Michael Witt, in der Schlussphase auch den Spielerinnen auf der Bank einige weitere Spielminuten in dieser Saison zu geben.

Nach dem Spiel gab es dann nicht nur den begehrten Pokal für die RSC-Cats, auch wurden sie als fairstes Team der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit ausgezeichnet. Zudem erhielt Beata Geismann die “Torjägerkanone”. Als erste Gratulanten betraten auch die RSC-Herren das Spielfeld, die einen Tag zuvor bereits in Walsum Pokalsieger geworden waren. “Das war das erfolgreichste Pfingstwochenende, das wir je gehabt haben”, freute sich RSC-Präsident Peter Stroucken. Zu toppen sei dies nur durch einen Meisterschaftserfolg der Herren, sozusagen das “Double-Double”: “Wir sind einfach der erfolgreichste Verein in Wuppertal.”

Von: Marcus Müller

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