08.06.2010, 21.32 Uhr • Leserbrief • Drucken • Trackback • RSS-Feed
Wuppertaler Fans unterstützten Stefan Raab
Dass Wuppertaler richtige Fußball-Fans sind, zeigten diese am Freitag, 04. Juni 2010. Über das Internet-Portal StudiVZ vereinbarten einige einen spontanen Ausflug in die Lanxess-Arena in Köln, um Stefan Raab als deutschen Teilnehmer bei der Autofußball-WM 2010 zu unterstützen. Der Begründer dieses TV-Sport-Events sollte schließlich den “Pott” nach seinem “EM”-Erfolg im Jahr 2008 wieder nach Deutschland holen.

Das Siegerpodest mit Stefan Raab und Giovanni Zarrella (Foto: Michael Kaspers)
Köln. (red) Erst eine Woche zuvor hatte Stefan Raab gemeinsam mit Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest in Oslo den ersten Sieg nach 28 Jahren für Deutschland einfahren können. Am Freitag, 04. Juni 2010, stand dann schon wieder “Pflichtprogramm” an: In der Lanxess-Arena in Köln galt es, nach dem EM-Titel des Jahres 2008 im Autofußball nun auch den Weltmeister-Titel zu gewinnen. Rund 15.000 Fans waren gekommen – und die größten waren aus Wuppertal angereist.
Es war schon ein außergewöhnlicher Blickfang, als im Vorfeld der Autofußball-WM 2010 ein Bus vor der Arena vorfuhr, der mit Deutschland-Flaggen und Wimpeln regelrecht übersät war. Aus diesem stiegen dann 62 Wuppertaler, die sich dieses außergewöhnliche Sportereignis aus nächster Nähe betrachten und Stefan Raab zum Weltmeister anfeuern wollten. Wie es zu dieser besonderen Aktion kam? “Viele von uns hatten sich Karten gekauft, aber wollten nicht selber mit dem Auto fahren”, erklärte Chef-Organisator Simon Jakob gegebüber dem wupperguide. “Daher suchten wir noch andere aus Wuppertal bei StudiVZ die zur Autoball-WM fahren wollten. Wir kamen dann auf 62 Leute, schmissen zusammen und mieteten uns gleich einen Reisebus um hier nach Köln kommen zu können.”
Dass die Wuppertaler auch gute Stimmung mitgebracht hatten, konnte man an den lauten Sprechchören vor und in der Arena hören. “Wir sind bei jeder Raab-Veranstaltung dabei, so werden wir auch wieder bei der Stock-Car Crash-Challenge 2010 die Arena unsicher machen und Raab zum Siegen bewegen”, fügte Simon Jakob hinzu. Als dann schließlich um 20.15 Uhr die Lichter aus gingen und Raab und seine Gegner in die Arena einzogen, gab es auch für die Wuppertaler kein Halten mehr. Außer bei einem Teilnehmer: Harry Wijnvoord, der die Niederlande repräsentierte, erntete laute Buh-Rufe von den Rängen. “Die Holländer können doch nichts, außer Tulpen anbauen”, war sich Melanie Koschnowski aus Barmen sicher. “Wir sind ja regelrecht gespannt, wie das heute Abend wird. Wir waren bisher immer von Stefans Events positiv überrascht”, freuten sich Marc und Martin Mörtl aus Elberfeld, “aber Autoball ist was Neues für uns.”
Knappe fünf Stunden lang rammten und schoben sich die jeweiligen Gegner auf dem Autoball-Feld. Manche Begegnung wurde allerdings so hart ausgetragen, dass man nicht mehr wusste, ob man sich bei der Autoball-WM oder bei der Stock-Car Crash-Challenge befindet. Zum großen Gefallen der Raab-Fans aus dem Bergischen Land: “Hier ist eine richtig geile Stimmung, das ist der Wahnsinn. Ich würde da auch sofort mitfahren”, war sich Janne Lichte aus Vohwinkel sicher. Im Gegenteil zu ihrer Freundin Maile Tischler: “Die kann genauso schlecht rückwarts fahren wie der Holländer vorwärts. Die würde ja noch nicht einmal in das Tor finden”, scherzte sie und ergriff die Flucht vor ihrer Freundin.
Als dann schließlich fest stand, dass im Finale Deutschland (Stefan Raab) und Italien (Giovanni Zarrella) aufeinander treffen, ahnten die Wuppertaler schon böses: “Das kann doch nicht wahr sein, das ging doch schon vor Jahren schief”, erinnerten sich Jens Dänkel und Tomas Kirchhoff an das Halbfinale der “echten” Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Und sie sollten recht behalten: Nach regulärer Spielzeit stand es 4:4-Unentschieden, über Sieg und Niederlage wurde im Elfmeterschießen entschieden. Hier setzte sich schließlich der Italiener Giovanni Zarrella gegen den amtierenden Autoball-Europameister Stefan Raab durch. Während seine Fans ein wenig geknickt waren, aber schnell wieder feiern konnten, unkte Raab gegenüber dem wupperguide-Reporter: “Immer gewinnen macht unsympathisch, man muss auch mal verlieren können.” Dass es ihn aber irgendwie trotzdem “wurmte”, war letztlich jedoch nicht zu übersehen…
Von: Michael Kaspers












