14.06.2010, 16.09 Uhr • LeserbriefDruckenTrackback RSS-Feed

Löwen Meister – “Doppel-Double” ist perfekt

Einen durchaus geschichtsträchtigen Sieg fuhren die Rollhockey-Herren des RSC Cronenberg am Samstagabend, 12. Juni 2010, ein. Nach dem 4:2-Erfolg beim Titelverteidiger in Iserlohn sicherten sich die Löwen bereits nach dem zweiten Finalspiel den deutschen Meistertitel. Durch den Pokalsieg und das “Double” der Damen gewannen die Cronenberger somit alle vier möglichen Titel auf nationaler Ebene – das war zuvor noch nie einem Verein in Deutschland gelungen.

Der RSC Cronenberg feierte das Doppel-Double mit den Fans (Foto: M. Müller)

Der RSC Cronenberg feierte das Doppel-Double mit den Fans (Foto: M. Müller)

Cronenberg. (red) Es stand viel auf dem Spiel, als sich die ERG Iserlohn und der RSC Cronenberg im zweiten Meisterschaftsfinale am Samstag, 12. Juni 2010, gegenüber standen. Während der Titelverteidiger erstmals den “Hattrick” mit drei Meisterschaften hintereinander einfahren wollte, konnten die Wuppertaler etwas schaffen, was zuvor noch nie einem Verein in Deutschland gelungen war: Alle vier nationalen Rollhockey-Titel bei den Damen und den Herren nach Cronenberg zu holen.

Entsprechend motiviert starteten beide Mannschaften dann auch in der Iserlohner Hemberghalle. Während RSC-Trainer Sven Steup weiterhin auf Thomas Haupt und Martin Schmahl verzichten musste, standen seinem Gegenüber Detlef Strugala Carlos Nunez (Armbruch) und Sergio Pereira (Sperre) nicht zur Verfügung. Auch Kevin Karschau, der als bester Torschütze der Saison geehrt wurde, ging mit einem Virusinfekt ins Spiel.

Während Iserlohn einen offensiven RSC erwartete, blieben die Cronenberger recht zurückhaltend. Die Hausherren machten das Spiel, die Gäste allerdings den ersten Treffer. In der sechsten Spielminute musste Patrick Glowka erstmals hinter sich greifen, ein schnelles Passpiel schloss Jens Behrendt zum 1:0 ab. Jetzt hatten es die Cronenberger sogar in der Hand, gegen die verunsicherten Iserlohner die Führung weiter auszubauen. Doch nur vier Minuten später sorgte Felix Bender für den 1:1-Ausgleich, mit dem es nach zahlreichen hervorragenden Paraden von RSC-Keeper Sebastian Wilk auch in die Halbzeitpause gehen sollte.

Nach dem Seitenwechsel dominierte wieder die ERGI das Match: Zahlreiche Chancen standen für den noch amtierenden Titelträger zu Buche. Allerdings war es Jan Velte, der den RSC mit 2:1 in Führung brachte. Torjäger Mark Wochnik hätte Sekunden später nach einem Velte-Pass den Sack endgültig zu machen können, doch er scheiterte an Patrick Glowka. Jorge Fonseca auf der anderen Seite hatte zwar in der 36. Spielminute den Ball über die Linie gebracht, ihn laut Schiedsrichter sich aber zuvor mit dem Rollschuh vorgelegt. Also zählte der Treffer nicht. Anders als zwei Minuten später, als Felix Bender sein zweites Tor erzielte und Iserlohn im Spiel hielt.

Fünf Minuten vor Schluss schien der RSC dann allerdings auf der Siegerstraße. Jan Velte hatte die komplette ERGI-Abwehr vernascht und zum 3:2 eingeschoben. Die mitgereisten Fans aus Cronenberg feierten schon ausgelassen. Und als Lowie Boogers dann 70 Sekunden vor Schluss das 4:2 erzielte, gab es kein Halten mehr. Da konnte selbst Oldie Sascha Trelle in den Schlusssekunden einen Direkten Freistoß vergeben, den Meistertitel konnte der Titelverteidiger dem RSC nicht mehr nehmen.

Nach einer ausgelassenen Meister-Feier nach dem Spiel in der Halle in Iserlohn ging die Party dann in den Abendstunden auch in Cronenberg weiter. Im “Dörper Fässchen” sorgten Fans und Spieler für einen angemessenen Ausklang der Saison. “Das, was ihr geschafft habt, wird wohl keiner mehr in den nächsten 50 Jahren schaffen”, lobte RSC-Präsident Peter Stroucken seine Damen- und Herren-Mannschaften, die jeweils den Pokal und die Meisterschaft, das “Doppel-Double” sozusagen, an die Ringstraße geholt hatten. Das war zuvor noch keinem deutschen Rollhockey-Verein gelungen.

Von: Marcus Müller

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